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Freitag, 16. November 2007arina, 23:03h
Lang, lang ist's her.
Was soll ich sagen?
Ich bin eine Versagerin.
Nach Außen läuft es gar nicht soooo schlecht.
Aber, oh, ich muss aufpassen: jeden Augenblick kann alles auseinanderbrechen. Denn: ich kann nichts. Ich kriege mein Leben nicht auf die Reihe. Ich habe keine Ziele, keinen Antrieb. Ich hasse, hasse, hasse mich mit neuer Intensität. Meinen Charakter, mein Aussehen. Fett, häßlich, dumm. So unglaublich dumm. So faul. So fett. So...
Ist es ein Wunder, dass ich mir einbilde, das mein Freund mich betrügt? Einbilde? Vielleicht ist es so. Vielleicht nicht und ich bin ungerecht.
So oder so: was soll ich tun?
Mit wem kann ich reden? Wem kann ich sagen: ich hasse mich, ich bin häßlich, fett... Wem kann ich mich anvertrauen ohne mir danach diese schrecklichen Lügen anhören zu müssen, die alles nur schlimer machen. Ich kann doch sehen, was sie wirklich denken.
Ich kann nicht ausdrücken wie sehr ich mich hasse, wie wenig ich zustande bringe.
Ich habe heute geheult und gestern und morgen werde ich wahrscheinlich auch heulen.
Ich möchte mich stattdessen so sehr verletzen. Eine Konservendose ziehe ich tatsächlich wenigstens für einen Augenblick als geeignetes Mittel in Betracht.
Niemand ist da.
Niemand.
Ich bin allein.
Ich hasse die Einsamkeit in dieser Stadt.
Ich möchte weglaufen.
Oder sterben.
Es kümmert niemanden. Ein kleines, flackerndes Licht erlischt.
Was soll ich sagen?
Ich bin eine Versagerin.
Nach Außen läuft es gar nicht soooo schlecht.
Aber, oh, ich muss aufpassen: jeden Augenblick kann alles auseinanderbrechen. Denn: ich kann nichts. Ich kriege mein Leben nicht auf die Reihe. Ich habe keine Ziele, keinen Antrieb. Ich hasse, hasse, hasse mich mit neuer Intensität. Meinen Charakter, mein Aussehen. Fett, häßlich, dumm. So unglaublich dumm. So faul. So fett. So...
Ist es ein Wunder, dass ich mir einbilde, das mein Freund mich betrügt? Einbilde? Vielleicht ist es so. Vielleicht nicht und ich bin ungerecht.
So oder so: was soll ich tun?
Mit wem kann ich reden? Wem kann ich sagen: ich hasse mich, ich bin häßlich, fett... Wem kann ich mich anvertrauen ohne mir danach diese schrecklichen Lügen anhören zu müssen, die alles nur schlimer machen. Ich kann doch sehen, was sie wirklich denken.
Ich kann nicht ausdrücken wie sehr ich mich hasse, wie wenig ich zustande bringe.
Ich habe heute geheult und gestern und morgen werde ich wahrscheinlich auch heulen.
Ich möchte mich stattdessen so sehr verletzen. Eine Konservendose ziehe ich tatsächlich wenigstens für einen Augenblick als geeignetes Mittel in Betracht.
Niemand ist da.
Niemand.
Ich bin allein.
Ich hasse die Einsamkeit in dieser Stadt.
Ich möchte weglaufen.
Oder sterben.
Es kümmert niemanden. Ein kleines, flackerndes Licht erlischt.
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Donnerstag, 20. September 2007Was ist deine größte Angst?
arina, 21:56h
Ich weiß nicht, was meine allergrößte Angst ist, aber einer der größeren Ängste muss ich mich an diesem Wochenende stellen und schon gestern Abend konnte ich nicht einschlafen und heute krampfen sich meine Gedärme zusammen, als ob das irgendwas ändern würde. Das schlimmste ist, dass ich mich selbst entschlossen habe, mich meiner Angst zu stellen, aber jetzt wo ich kurz davor stehe... Ich hatte immer gedacht ich würde in dieser Situation Unterstützung erhalten... und Schutz von Menschen die mich mögen.
Aber morgen Mittag werde ich ganz allein zu meinem Vater und seiner neuen Frau fahren und bei ihnen das Wochenende verbringen.
In der Vergangenheit gab es einige schlimme Vorfälle mit ihnen. Ich habe Angst vor der Frau meines Vaters. Meiner Meinung nach ist sie geistesgestörrt. Tatsächlich ist sie mir gar nicht unähnlich, nur schlägt sie meine Paranoia, Eifersucht usw. um Längen.
Ich werde versuchen das Beste draus zu machen, halte das Handy im Anschlag (um meinen Freund - als Trostspender - oder eine gute Freundin die auf halber Strecke wohnt - als Rettungsinsel - anrufen zu können) und auch die Möglichkeit jederzeit nach Hause oder zu eben jener Freundin fahren zu können im Hinterkopf.
Ich habe Jahre in der Therapie verbracht und diese beiden Menschen sind nicht unschuldig daran. Ich werde mich von ihnen nicht fertig machen lassen. Nicht wieder.
Ich bin ein stärkerer Mensch als noch vor ein paar Jahren. Noch lange nicht stark genug, noch zu viel bringt mich aus der Fassung und bewirkt dass ich einfach nur noch sterben will oder mir zumindest Schmerzen zufügen will. Auch jetzt trinke ich Bier um meine negativen Gedanken zu ertränken.
Aber vor einigen Jahren ginge es mir jetzt noch sehr viel schlechter.
Habe mit meinem Freund telefoniert und es war ein gutes Gespräch. Nur die Sache mit dem bevorstehenden Besuch versteht er nicht. Er weiß nicht was damals alles passiert war, kann meine Ängste nicht nachvollziehen. Vielleicht weiß er noch nicht mal wie schlecht es mir gerade geht da ich es auch nicht voll vor ihm rausgelassen habe.
Er will eine stabile, fröhliche, immer-nette Freundin. Das kann ich ihm nicht bieten. Ich versuche nicht immer alles vorihm zu zeigen und weiß doch dass das falsch ist. Müsste ich nicht vor meinem Freund seinen können wie ich wirklich bin? Es ist nicht so als würde ich mich verstellen, aber ich zeige ihm nie die ganze Candy. Könnte ihm nie von meinen Horror-Gedanken gestern vorm Einschlafen erzählen.
Würde er diese Zeilen lesen, würde er mir vorwerfen, dass ich nicht offen bin, ihn nicht teilhaben lasse und ich würde mir vorkommen als hätte ich ihn betrogen.
Aber wenn ich ihm alles zeige, belastet es ihn zu sehr (sagt er) und dass ich doch einfach mal versuchen solle das Positive zu sehen, endlich mal fröhlich sein solle.
Er stellt Ansprüche an mich die ich einfach nicht erfüllen kann.
Wenn das jemand liest möge er mir die Daumen drücken für das bevorstehende Wochenende.
Ich muss jetzt aufhören, da ich nicht mehr ungestörrt schreiben kann...
Candy
Aber morgen Mittag werde ich ganz allein zu meinem Vater und seiner neuen Frau fahren und bei ihnen das Wochenende verbringen.
In der Vergangenheit gab es einige schlimme Vorfälle mit ihnen. Ich habe Angst vor der Frau meines Vaters. Meiner Meinung nach ist sie geistesgestörrt. Tatsächlich ist sie mir gar nicht unähnlich, nur schlägt sie meine Paranoia, Eifersucht usw. um Längen.
Ich werde versuchen das Beste draus zu machen, halte das Handy im Anschlag (um meinen Freund - als Trostspender - oder eine gute Freundin die auf halber Strecke wohnt - als Rettungsinsel - anrufen zu können) und auch die Möglichkeit jederzeit nach Hause oder zu eben jener Freundin fahren zu können im Hinterkopf.
Ich habe Jahre in der Therapie verbracht und diese beiden Menschen sind nicht unschuldig daran. Ich werde mich von ihnen nicht fertig machen lassen. Nicht wieder.
Ich bin ein stärkerer Mensch als noch vor ein paar Jahren. Noch lange nicht stark genug, noch zu viel bringt mich aus der Fassung und bewirkt dass ich einfach nur noch sterben will oder mir zumindest Schmerzen zufügen will. Auch jetzt trinke ich Bier um meine negativen Gedanken zu ertränken.
Aber vor einigen Jahren ginge es mir jetzt noch sehr viel schlechter.
Habe mit meinem Freund telefoniert und es war ein gutes Gespräch. Nur die Sache mit dem bevorstehenden Besuch versteht er nicht. Er weiß nicht was damals alles passiert war, kann meine Ängste nicht nachvollziehen. Vielleicht weiß er noch nicht mal wie schlecht es mir gerade geht da ich es auch nicht voll vor ihm rausgelassen habe.
Er will eine stabile, fröhliche, immer-nette Freundin. Das kann ich ihm nicht bieten. Ich versuche nicht immer alles vorihm zu zeigen und weiß doch dass das falsch ist. Müsste ich nicht vor meinem Freund seinen können wie ich wirklich bin? Es ist nicht so als würde ich mich verstellen, aber ich zeige ihm nie die ganze Candy. Könnte ihm nie von meinen Horror-Gedanken gestern vorm Einschlafen erzählen.
Würde er diese Zeilen lesen, würde er mir vorwerfen, dass ich nicht offen bin, ihn nicht teilhaben lasse und ich würde mir vorkommen als hätte ich ihn betrogen.
Aber wenn ich ihm alles zeige, belastet es ihn zu sehr (sagt er) und dass ich doch einfach mal versuchen solle das Positive zu sehen, endlich mal fröhlich sein solle.
Er stellt Ansprüche an mich die ich einfach nicht erfüllen kann.
Wenn das jemand liest möge er mir die Daumen drücken für das bevorstehende Wochenende.
Ich muss jetzt aufhören, da ich nicht mehr ungestörrt schreiben kann...
Candy
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Dienstag, 18. September 2007Wieder da... (wo niemand sein will)
arina, 20:33h
Neuerdings wieder gefangen in depressiver Phase. Kann mich zu nichts aufraffen, will den ganzen Tag nur im Bett liegen und essen (tue auch beides), bin ständig müde, hasse mich mit bisher unbekannter Intensität. Würde am liebsten von allem und allen weg. In irgendein einsames Haus, mitten in der schönsten Natur ohne Kontakt zur Außenwelt. Alleine sein, spazieren gehen, niemanden sehen müssen, nicht freundlich sein müssen oder gut aussehen. Fühle mich als müsste ich Ballast los werden. Spiele mit dem Gedanken Schluss zu machen (mit meinem Freund oder dem Leben oder am Besten mit breidem). Ich weiß aber, dass das nur ein Resultat dieser Phase ist. Oder hoffe es.
Fühle mich einsam, so als würde es eh keinen Unterschied machen, ob wir zusammen sind oder nicht, sehen uns eh nur selten und wenn, muss ich immer daran denken, dass wir uns bald wieder trennen müssen. Langweile ihn, da ich im Moment kein Leben habe, er langweilt mich, weil er klausurbedingt gerade auch keins hat, öden uns in Telefongesprächen an. Haben nicht zu erzählen.
Es ist nicht ein Mangel an Liebe. Aber er kann mich nicht verstehen und ich kann es ihm nicht erklären.
Dieses Gefühl baut eine Mauer zwischen uns. Er ist so weit weg von mir in diesen Augenblicken. Augenblicken in denen ich ihn bräuchte und doch nicht sehen will. Niemanden sehen will, alle hasse, am meisten mich selbst.
Diese Krankheit zerstörrt auch meine Beziehungen. Ich kann nicht aktiv sein und Freunde treffen oder etwas erreichen. Ich kann nicht einmal mehr die Vorstellung genießen mit ihm zu schlafen. Weil ich so unglaublich abstoßend bin.
Ich kann mit niemandem darüber sprechen.
All das macht mich so unglaublich müde.
Candy
Fühle mich einsam, so als würde es eh keinen Unterschied machen, ob wir zusammen sind oder nicht, sehen uns eh nur selten und wenn, muss ich immer daran denken, dass wir uns bald wieder trennen müssen. Langweile ihn, da ich im Moment kein Leben habe, er langweilt mich, weil er klausurbedingt gerade auch keins hat, öden uns in Telefongesprächen an. Haben nicht zu erzählen.
Es ist nicht ein Mangel an Liebe. Aber er kann mich nicht verstehen und ich kann es ihm nicht erklären.
Dieses Gefühl baut eine Mauer zwischen uns. Er ist so weit weg von mir in diesen Augenblicken. Augenblicken in denen ich ihn bräuchte und doch nicht sehen will. Niemanden sehen will, alle hasse, am meisten mich selbst.
Diese Krankheit zerstörrt auch meine Beziehungen. Ich kann nicht aktiv sein und Freunde treffen oder etwas erreichen. Ich kann nicht einmal mehr die Vorstellung genießen mit ihm zu schlafen. Weil ich so unglaublich abstoßend bin.
Ich kann mit niemandem darüber sprechen.
All das macht mich so unglaublich müde.
Candy
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