Dienstag, 18. September 2007
Wieder da... (wo niemand sein will)
Neuerdings wieder gefangen in depressiver Phase. Kann mich zu nichts aufraffen, will den ganzen Tag nur im Bett liegen und essen (tue auch beides), bin ständig müde, hasse mich mit bisher unbekannter Intensität. Würde am liebsten von allem und allen weg. In irgendein einsames Haus, mitten in der schönsten Natur ohne Kontakt zur Außenwelt. Alleine sein, spazieren gehen, niemanden sehen müssen, nicht freundlich sein müssen oder gut aussehen. Fühle mich als müsste ich Ballast los werden. Spiele mit dem Gedanken Schluss zu machen (mit meinem Freund oder dem Leben oder am Besten mit breidem). Ich weiß aber, dass das nur ein Resultat dieser Phase ist. Oder hoffe es.
Fühle mich einsam, so als würde es eh keinen Unterschied machen, ob wir zusammen sind oder nicht, sehen uns eh nur selten und wenn, muss ich immer daran denken, dass wir uns bald wieder trennen müssen. Langweile ihn, da ich im Moment kein Leben habe, er langweilt mich, weil er klausurbedingt gerade auch keins hat, öden uns in Telefongesprächen an. Haben nicht zu erzählen.
Es ist nicht ein Mangel an Liebe. Aber er kann mich nicht verstehen und ich kann es ihm nicht erklären.
Dieses Gefühl baut eine Mauer zwischen uns. Er ist so weit weg von mir in diesen Augenblicken. Augenblicken in denen ich ihn bräuchte und doch nicht sehen will. Niemanden sehen will, alle hasse, am meisten mich selbst.
Diese Krankheit zerstörrt auch meine Beziehungen. Ich kann nicht aktiv sein und Freunde treffen oder etwas erreichen. Ich kann nicht einmal mehr die Vorstellung genießen mit ihm zu schlafen. Weil ich so unglaublich abstoßend bin.
Ich kann mit niemandem darüber sprechen.
All das macht mich so unglaublich müde.

Candy

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