Freitag, 4. April 2008Depris, Verlustangst, fehlerhafte Ware (in dieser Reihenfolge)
arina, 17:03h
There will never be a moment in which you are not you. Some may try to hide their existence away, pretending they are someone they're not, but who is this act for? You know the ultimate truth, there is no hiding from yourself. The difficulty of it lies in our societies' ability to create perfect illusions.
Anna Westin
Es ist wieder mal alles da: die Unfähigkeit etwas zu tun, die seltsamen Ängste vor sozialen Situationen, vor dem Leben, die Schlaflosigkeit bei andauernder Müdigkeit. Dazu Sorgen um mein Gewicht und dieses "mein Körper gehört mir nicht"-Gefühl. Das ist alles sehr anstrengend. Ich habe im Moment niemanden zum Reden und gerade auch zu große Angst vor Menschen um das auch nur in Betracht zu ziehen. Was sollte ich auch sagen?
Mein Freund wird ab Morgen sehr weit weg sein. Auch die letzten Tage war er unterwegs und ich habe nichts von ihm gehört. Ich habe das Gefühl mich emotional von ihm distanzieren zu müssen, um das auszuhalten.
Ich denke immer alle würden mich für immer verlassen. Ich bleibe dann allein zurück. Also rede ich mir ein, dass ich niemanden brauche, um das Loch nicht zu spüren, das jeder Abschied von geliebten Menschen in mich reißt. Also beantworte ich keine SMS, lasse mich verleugnen, tue so als hätte ich besseres zu tun.
Alles was ich sagen möchte ist: Lass mich nicht allein, bitte! Ich brauche dich!
Ich bin egoistisch und kann mich nicht für sie freuen, dass sie woanders ohne mich Spaß haben und das Leben genießen. Und dafür hasse ich mich dann noch mehr.
Ich bin ein schlechter Mensch.
Er sagt, es mache ihn traurig, dass ich nicht immer fröhlich sein kann. Mich macht das auch traurig. Etwas stimmt in meinem Kopf nicht: ein hormonelles Ungleichgewicht, ein frühkindliches Trauma, eine durchgebrannte Sicherung. Irgendetwas an mir ist kaputt, vielleicht war ich es von Anfang an.
Ich bin nicht geschaffen, für das normale Leben. Alles überfordert mich.
Sorry Gott, aber da hat jemand Mist gebaut. Ich bin mangelhafte Ware. Bitte nimm mich zurück und sorge für Ersatz.
Candy
My unhappiness continues on. There really is no way to rid myself of this, is there? And who is listening anyway? No one. My life is worthless right now. Saying goodbye to such an unfriendly place can't be as hard as believing in it every day. And essentially my spirit has fled already.
Anna Westin
Anna Westin
Es ist wieder mal alles da: die Unfähigkeit etwas zu tun, die seltsamen Ängste vor sozialen Situationen, vor dem Leben, die Schlaflosigkeit bei andauernder Müdigkeit. Dazu Sorgen um mein Gewicht und dieses "mein Körper gehört mir nicht"-Gefühl. Das ist alles sehr anstrengend. Ich habe im Moment niemanden zum Reden und gerade auch zu große Angst vor Menschen um das auch nur in Betracht zu ziehen. Was sollte ich auch sagen?
Mein Freund wird ab Morgen sehr weit weg sein. Auch die letzten Tage war er unterwegs und ich habe nichts von ihm gehört. Ich habe das Gefühl mich emotional von ihm distanzieren zu müssen, um das auszuhalten.
Ich denke immer alle würden mich für immer verlassen. Ich bleibe dann allein zurück. Also rede ich mir ein, dass ich niemanden brauche, um das Loch nicht zu spüren, das jeder Abschied von geliebten Menschen in mich reißt. Also beantworte ich keine SMS, lasse mich verleugnen, tue so als hätte ich besseres zu tun.
Alles was ich sagen möchte ist: Lass mich nicht allein, bitte! Ich brauche dich!
Ich bin egoistisch und kann mich nicht für sie freuen, dass sie woanders ohne mich Spaß haben und das Leben genießen. Und dafür hasse ich mich dann noch mehr.
Ich bin ein schlechter Mensch.
Er sagt, es mache ihn traurig, dass ich nicht immer fröhlich sein kann. Mich macht das auch traurig. Etwas stimmt in meinem Kopf nicht: ein hormonelles Ungleichgewicht, ein frühkindliches Trauma, eine durchgebrannte Sicherung. Irgendetwas an mir ist kaputt, vielleicht war ich es von Anfang an.
Ich bin nicht geschaffen, für das normale Leben. Alles überfordert mich.
Sorry Gott, aber da hat jemand Mist gebaut. Ich bin mangelhafte Ware. Bitte nimm mich zurück und sorge für Ersatz.
Candy
My unhappiness continues on. There really is no way to rid myself of this, is there? And who is listening anyway? No one. My life is worthless right now. Saying goodbye to such an unfriendly place can't be as hard as believing in it every day. And essentially my spirit has fled already.
Anna Westin
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Mittwoch, 2. April 2008Despair and Hope
arina, 22:52h
Heute kleinen Rückfall gehabt. Keine große Sache. Einfach etwas Leere ausfüllen. Ziemlich einsam und verloren. Will wohl auch jemanden ein wenig bestrafen (ja, das ist unfair, gemein, sinnlos). Weiß jetzt schon, dass ich es bereuen werde. So ist es immer. Aber für den Moment ist es okay. Und darum geht es doch, oder?
Ansonsten: hungrig und faul. Heute fast einen FA gehabt. Hab mich tapfer geschlagen. Stattdessen nun dies. Dafür wird man vom Ritzen nicht fett und spart Geld. Immer das Positive sehen, Baby.
Mein Tee ist fertig. Grün. Soll ja beim Abnehmen helfen. Prost!
Ansonsten: hungrig und faul. Heute fast einen FA gehabt. Hab mich tapfer geschlagen. Stattdessen nun dies. Dafür wird man vom Ritzen nicht fett und spart Geld. Immer das Positive sehen, Baby.
Mein Tee ist fertig. Grün. Soll ja beim Abnehmen helfen. Prost!
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Dienstag, 27. November 2007Ein Tag – ein Leben
arina, 17:53h
Habe ich mal von http://www.lebenshungrig.de geklaut... XD
"Ein Tag – ein Leben
Morgens, wenn du wach wirst, und deine Gedanken noch im Halbschlaf versunken sind, fängt dein Gehirn plötzlich an zu rattern. Es versucht, anhand der Befindlichkeit deines Körpers festzustellen, ob der gestrige Tag ein guter war. Sehr schnell bleibt es an dem aufgedunsenen Gesicht und dem schlechten Geschmack im Mund hängen. Deine Hoffnung sinkt. Spätestens bei den leichten Schmerzen in Hals- und Magengegend erkennt es, das gestern kein guter Tag war: Du hast gestern definitiv Unmengen von Essen in dich reingeschaufelt und deinen Magen von den Qualen des Vollgestopftseins über der Toilettenschüssel erlöst. Und du hast diesen körperlich und seelisch grausamen Vorgang mehrmals wiederholt. Du musstest das einfach tun. Nachdem diese Tatsache gänzlich in dein Bewusstsein gedrungen ist, wünschst du dir die Nacht und das Unwissen zurück.
Allerdings bist du sehr pflichtbewusst und leistungsorientiert. Daher stehst du langsam auf, denn dein Kreislauf ist nicht (mehr) der beste. Du ziehst dich sorgsam an, gehst ins Bad und fürchtest die Realität des Spiegelbildes. Die Spuren des gestrigen Tages bekämpfst du mit einer Menge kalten Wassers und durch das gekonnte Herrichten deines Gesichts, du bist Meister dieses Fachs. Denn deine größte Angst ist, dass irgendjemand da Draußen erkennen könnte, welche perverse Praktik du immer und immer wieder betreiben musst, obwohl du dir nichts inniger wünschst, als damit aufzuhören.
Auf dem Weg zur Uni blickst du kontinuierlich unter dich; du möchtest nicht erkannt werden, denn du weißt selbst nicht genau, wer du bist. Die frische Luft und die Sonnenstrahlen bringt langsam ein wenig Leben in dein Dasein und drängen die düsteren Gedanken in den Hintergrund. Du schöpfst etwas Hoffnung. Heute wird ein besserer Tag. Heute wirst du es schaffen. Heute wirst du endlich eine Diät beginnen, die dir das lang ersehnte Wunschgewicht herbeibringen wird. Und natürlich wirst du heute diszipliniert essen, dich an deinen Plan halten und die Toilette nur zu ihrem eigentlichen Zweck aufsuchen.
Im Hörsaal angekommen, suchst du dir schnell einen Platz, denn auch hier möchtest du heute nicht auffallen. Die Vorlesung beginnt und sie beginnt schnell, dich zu langweilen. Deine Gedanken schweifen ab und du fragst dich wohl schon zum hundertsten Mal, wie du ausgerechnet hier gelandet bist. Du denkst darüber nach, einfach wieder nach Hause zu gehen, aber dein Pflichtbewusstsein lässt dich durchhalten. Trotzdem kannst du deine Gedanken nicht kontrollieren, quälst dich langsam durch die sinnlose Theorie, träumst dabei von Abenteuer und Freiheit und fragst dich, wie dies zu deinem anerzogenen Sicherheitsdenken passen soll.
Die Pflicht ist vorbei, deine Leidensgenossen stürmen lärmend und fröhlich in Richtung Mensa. Du isst nur sehr selten in Gegenwart anderer. Du fühlst dich nicht zugehörig, kennst den Einen oder Anderen nur flüchtig und beneidest sie, obwohl du sie kaum kennst. Sicher hat keiner von ihnen solch ein dunkles Geheimnis wie du…
Auf dem Weg nach Hause denkst du voller Abneigung an die einsamen Stunden mit deinen Büchern, die dich jetzt erwarten. Wie gerne wärst du jetzt an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, ein anderer Mensch, erfolgreich, von Allen bewundert, geistreich und schön, mit dem perfekten Körper. Wie gerne wärst du frei. Frei von jeglichen Konventionen und Zwängen, frei von den Erwartungen die du und Andere an dich stellen. Wut und Hoffnungslosigkeit beginnen dich zu überschwemmen; du hasst dein Leben und du hasst dich selbst. Du verurteilst dich für deine fehlende Willenskraft, du schämst dich für dass, was du deinem Körper antust und hast Angst vor den wohlbekannten Konsequenzen. Alles wird dir zu viel und du suchst nach einem Ausweg für deine Gedanken, eine Unterbrechung, einen Ruhepunkt.
Wie von selbst zieht dich plötzlich der nahe liegende Supermarkt an. Er verspricht dir wärmendes, beruhigendes Essen. Das Essen gibt dir eine Entschuldigung; wenn du isst, kannst du nicht lernen. Das Essen verspricht dir Vergessenkönnen, einige verschenkte Stunden vor den geist- und sinnlosen Talk-Shows des Fernsehens, Junk-Food und Junk-TV. Nur noch einmal musst du es dir erlauben, den seelischen Schmerz in einen körperlichen umzuwandeln und die kurze Erleichterung der Entladung über der gefürchteten Toilettenschüssel zu spüren. Nur noch einmal, morgen wird sicher alles anders, morgen wirst du ein besserer Mensch, änderst dich und dein Leben, morgen…
Morgen, wenn du wach wirst, wirst du dir wünschen, dass gestern alles anders gewesen wäre…"
"Ein Tag – ein Leben
Morgens, wenn du wach wirst, und deine Gedanken noch im Halbschlaf versunken sind, fängt dein Gehirn plötzlich an zu rattern. Es versucht, anhand der Befindlichkeit deines Körpers festzustellen, ob der gestrige Tag ein guter war. Sehr schnell bleibt es an dem aufgedunsenen Gesicht und dem schlechten Geschmack im Mund hängen. Deine Hoffnung sinkt. Spätestens bei den leichten Schmerzen in Hals- und Magengegend erkennt es, das gestern kein guter Tag war: Du hast gestern definitiv Unmengen von Essen in dich reingeschaufelt und deinen Magen von den Qualen des Vollgestopftseins über der Toilettenschüssel erlöst. Und du hast diesen körperlich und seelisch grausamen Vorgang mehrmals wiederholt. Du musstest das einfach tun. Nachdem diese Tatsache gänzlich in dein Bewusstsein gedrungen ist, wünschst du dir die Nacht und das Unwissen zurück.
Allerdings bist du sehr pflichtbewusst und leistungsorientiert. Daher stehst du langsam auf, denn dein Kreislauf ist nicht (mehr) der beste. Du ziehst dich sorgsam an, gehst ins Bad und fürchtest die Realität des Spiegelbildes. Die Spuren des gestrigen Tages bekämpfst du mit einer Menge kalten Wassers und durch das gekonnte Herrichten deines Gesichts, du bist Meister dieses Fachs. Denn deine größte Angst ist, dass irgendjemand da Draußen erkennen könnte, welche perverse Praktik du immer und immer wieder betreiben musst, obwohl du dir nichts inniger wünschst, als damit aufzuhören.
Auf dem Weg zur Uni blickst du kontinuierlich unter dich; du möchtest nicht erkannt werden, denn du weißt selbst nicht genau, wer du bist. Die frische Luft und die Sonnenstrahlen bringt langsam ein wenig Leben in dein Dasein und drängen die düsteren Gedanken in den Hintergrund. Du schöpfst etwas Hoffnung. Heute wird ein besserer Tag. Heute wirst du es schaffen. Heute wirst du endlich eine Diät beginnen, die dir das lang ersehnte Wunschgewicht herbeibringen wird. Und natürlich wirst du heute diszipliniert essen, dich an deinen Plan halten und die Toilette nur zu ihrem eigentlichen Zweck aufsuchen.
Im Hörsaal angekommen, suchst du dir schnell einen Platz, denn auch hier möchtest du heute nicht auffallen. Die Vorlesung beginnt und sie beginnt schnell, dich zu langweilen. Deine Gedanken schweifen ab und du fragst dich wohl schon zum hundertsten Mal, wie du ausgerechnet hier gelandet bist. Du denkst darüber nach, einfach wieder nach Hause zu gehen, aber dein Pflichtbewusstsein lässt dich durchhalten. Trotzdem kannst du deine Gedanken nicht kontrollieren, quälst dich langsam durch die sinnlose Theorie, träumst dabei von Abenteuer und Freiheit und fragst dich, wie dies zu deinem anerzogenen Sicherheitsdenken passen soll.
Die Pflicht ist vorbei, deine Leidensgenossen stürmen lärmend und fröhlich in Richtung Mensa. Du isst nur sehr selten in Gegenwart anderer. Du fühlst dich nicht zugehörig, kennst den Einen oder Anderen nur flüchtig und beneidest sie, obwohl du sie kaum kennst. Sicher hat keiner von ihnen solch ein dunkles Geheimnis wie du…
Auf dem Weg nach Hause denkst du voller Abneigung an die einsamen Stunden mit deinen Büchern, die dich jetzt erwarten. Wie gerne wärst du jetzt an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, ein anderer Mensch, erfolgreich, von Allen bewundert, geistreich und schön, mit dem perfekten Körper. Wie gerne wärst du frei. Frei von jeglichen Konventionen und Zwängen, frei von den Erwartungen die du und Andere an dich stellen. Wut und Hoffnungslosigkeit beginnen dich zu überschwemmen; du hasst dein Leben und du hasst dich selbst. Du verurteilst dich für deine fehlende Willenskraft, du schämst dich für dass, was du deinem Körper antust und hast Angst vor den wohlbekannten Konsequenzen. Alles wird dir zu viel und du suchst nach einem Ausweg für deine Gedanken, eine Unterbrechung, einen Ruhepunkt.
Wie von selbst zieht dich plötzlich der nahe liegende Supermarkt an. Er verspricht dir wärmendes, beruhigendes Essen. Das Essen gibt dir eine Entschuldigung; wenn du isst, kannst du nicht lernen. Das Essen verspricht dir Vergessenkönnen, einige verschenkte Stunden vor den geist- und sinnlosen Talk-Shows des Fernsehens, Junk-Food und Junk-TV. Nur noch einmal musst du es dir erlauben, den seelischen Schmerz in einen körperlichen umzuwandeln und die kurze Erleichterung der Entladung über der gefürchteten Toilettenschüssel zu spüren. Nur noch einmal, morgen wird sicher alles anders, morgen wirst du ein besserer Mensch, änderst dich und dein Leben, morgen…
Morgen, wenn du wach wirst, wirst du dir wünschen, dass gestern alles anders gewesen wäre…"
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Dienstag, 20. November 2007arina, 21:28h
In der Stadt in der ich studiere, habe ich zwei Freundinnen.
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so recht ob sie wirklich meine Freundinnen sind. Aber sowas weiß ich ohnehin erst nach sehr, sehr langer Zeit. Ich habe Probleme Menschen zu vertrauen. Und wie kann jemand mein "echter" Freund sein, wenn er meine dunklen Seiten nicht kennt (die ich natürlich verberge, um die Leute nicht zu schockieren)?
Die eine Freundin kenne ich jetzt seit einem, die andere seit einem halben Jahr. Wir hängen immer zu dritt rum und ich mag die beiden auch gerne.
Mit der einen bin ich vor wenigen Monaten zusammengezogen. Ich wohne bei ihr nur zur Zwischenmiete und wir überlegen, demnächst zusammen in eine andere Wohnung zu ziehen, weil ihr "richtiger" Mitbewohner im Frühjahr zurückkommt.
Ich wohne sehr gerne mit ihr zusammen und bis jetzt lief es auch sehr gut. Heute erzählte mir die andere Freundin jedoch, dass sie das Gefühl gehabt hätte, zwischen uns habe es doch mal Spannungen gegeben. Ich bin aus allen Wolken gefallen, weil ich sonst sehr empfindsam für solche Sachen bin, nur das ist mir absolut nicht aufgefallen.
Außerdem erzählte sie mir, dass meine Mitbewohnerin schon etwas enttäuscht wäre, weil ich nicht für sie koche, sie dagegen schon für mich und dass wir nie zusammen essen usw.
Volltreffer! Ich hasse kochen und kann es noch nicht mal! Warum sollte ich kochen, wenn ich es doch nicht gern mache und das Essen am Ende noch nicht mal schmeckt. Und ja, ich nehme mein Essen auf mein Zimmer, weil ich liebr alleine esse. Aus essgestörter Sicht durchaus verständlich.
Naja, das ganze ist an sich keine große Sache, verstörrt mich aber aus mehreren Gründen doch und zwar aus zwei Gründen:
Warum habe ich von diesen angeblichen Spannungen nichts gemerkt? Wohlmöglich gibt UNZÄHLIGE solche Dinge die die Menschen stören und ich MERKE es nur nicht (schon allein deswegen, weil diese Dinge für mich kein Problem darstellen: ich esse gerne allein). Dies führt direkt zum 2. Punkt.
Und das ist mein Perfektionismus. Ich habe das Gefühl immer alles richtig machen zu müssen. Ich will, dass die Menschen mich MÖGEN. Ich will es ihnen recht machen, ihnen keinesfalls auf die Nerven gehen. Sie irgendwie verärgern. (Aber wie soll ich es ihnen recht machen, wenn ich denke, dass alles in Ordnung ist? - Punkt 1).
Diese Sache ängstigt mich zutiefst. Ich weiß nicht, wie ich meiner Mitewohnerin jetzt begegen soll? Soll ich anfangen zu kochen, obwohl das gar nicht meine Art ist?
Als ich heute nach Hause kam, habe ich sofort das Geschirr abgespült, da ich das Gefühl habe ihr keinerlei "Angriffsfläche" bieten zu dürfen.
Ach ja, das alles erscheint mir ja selbst lächerlich. Ich weiß ja, dass man es nie allen recht machen kann, dass wir uns im Grunde ja gut verstehen usw. Aber ich kann nicht ändern, so zu denken...
Candy
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so recht ob sie wirklich meine Freundinnen sind. Aber sowas weiß ich ohnehin erst nach sehr, sehr langer Zeit. Ich habe Probleme Menschen zu vertrauen. Und wie kann jemand mein "echter" Freund sein, wenn er meine dunklen Seiten nicht kennt (die ich natürlich verberge, um die Leute nicht zu schockieren)?
Die eine Freundin kenne ich jetzt seit einem, die andere seit einem halben Jahr. Wir hängen immer zu dritt rum und ich mag die beiden auch gerne.
Mit der einen bin ich vor wenigen Monaten zusammengezogen. Ich wohne bei ihr nur zur Zwischenmiete und wir überlegen, demnächst zusammen in eine andere Wohnung zu ziehen, weil ihr "richtiger" Mitbewohner im Frühjahr zurückkommt.
Ich wohne sehr gerne mit ihr zusammen und bis jetzt lief es auch sehr gut. Heute erzählte mir die andere Freundin jedoch, dass sie das Gefühl gehabt hätte, zwischen uns habe es doch mal Spannungen gegeben. Ich bin aus allen Wolken gefallen, weil ich sonst sehr empfindsam für solche Sachen bin, nur das ist mir absolut nicht aufgefallen.
Außerdem erzählte sie mir, dass meine Mitbewohnerin schon etwas enttäuscht wäre, weil ich nicht für sie koche, sie dagegen schon für mich und dass wir nie zusammen essen usw.
Volltreffer! Ich hasse kochen und kann es noch nicht mal! Warum sollte ich kochen, wenn ich es doch nicht gern mache und das Essen am Ende noch nicht mal schmeckt. Und ja, ich nehme mein Essen auf mein Zimmer, weil ich liebr alleine esse. Aus essgestörter Sicht durchaus verständlich.
Naja, das ganze ist an sich keine große Sache, verstörrt mich aber aus mehreren Gründen doch und zwar aus zwei Gründen:
Warum habe ich von diesen angeblichen Spannungen nichts gemerkt? Wohlmöglich gibt UNZÄHLIGE solche Dinge die die Menschen stören und ich MERKE es nur nicht (schon allein deswegen, weil diese Dinge für mich kein Problem darstellen: ich esse gerne allein). Dies führt direkt zum 2. Punkt.
Und das ist mein Perfektionismus. Ich habe das Gefühl immer alles richtig machen zu müssen. Ich will, dass die Menschen mich MÖGEN. Ich will es ihnen recht machen, ihnen keinesfalls auf die Nerven gehen. Sie irgendwie verärgern. (Aber wie soll ich es ihnen recht machen, wenn ich denke, dass alles in Ordnung ist? - Punkt 1).
Diese Sache ängstigt mich zutiefst. Ich weiß nicht, wie ich meiner Mitewohnerin jetzt begegen soll? Soll ich anfangen zu kochen, obwohl das gar nicht meine Art ist?
Als ich heute nach Hause kam, habe ich sofort das Geschirr abgespült, da ich das Gefühl habe ihr keinerlei "Angriffsfläche" bieten zu dürfen.
Ach ja, das alles erscheint mir ja selbst lächerlich. Ich weiß ja, dass man es nie allen recht machen kann, dass wir uns im Grunde ja gut verstehen usw. Aber ich kann nicht ändern, so zu denken...
Candy
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Freitag, 16. November 2007arina, 23:03h
Lang, lang ist's her.
Was soll ich sagen?
Ich bin eine Versagerin.
Nach Außen läuft es gar nicht soooo schlecht.
Aber, oh, ich muss aufpassen: jeden Augenblick kann alles auseinanderbrechen. Denn: ich kann nichts. Ich kriege mein Leben nicht auf die Reihe. Ich habe keine Ziele, keinen Antrieb. Ich hasse, hasse, hasse mich mit neuer Intensität. Meinen Charakter, mein Aussehen. Fett, häßlich, dumm. So unglaublich dumm. So faul. So fett. So...
Ist es ein Wunder, dass ich mir einbilde, das mein Freund mich betrügt? Einbilde? Vielleicht ist es so. Vielleicht nicht und ich bin ungerecht.
So oder so: was soll ich tun?
Mit wem kann ich reden? Wem kann ich sagen: ich hasse mich, ich bin häßlich, fett... Wem kann ich mich anvertrauen ohne mir danach diese schrecklichen Lügen anhören zu müssen, die alles nur schlimer machen. Ich kann doch sehen, was sie wirklich denken.
Ich kann nicht ausdrücken wie sehr ich mich hasse, wie wenig ich zustande bringe.
Ich habe heute geheult und gestern und morgen werde ich wahrscheinlich auch heulen.
Ich möchte mich stattdessen so sehr verletzen. Eine Konservendose ziehe ich tatsächlich wenigstens für einen Augenblick als geeignetes Mittel in Betracht.
Niemand ist da.
Niemand.
Ich bin allein.
Ich hasse die Einsamkeit in dieser Stadt.
Ich möchte weglaufen.
Oder sterben.
Es kümmert niemanden. Ein kleines, flackerndes Licht erlischt.
Was soll ich sagen?
Ich bin eine Versagerin.
Nach Außen läuft es gar nicht soooo schlecht.
Aber, oh, ich muss aufpassen: jeden Augenblick kann alles auseinanderbrechen. Denn: ich kann nichts. Ich kriege mein Leben nicht auf die Reihe. Ich habe keine Ziele, keinen Antrieb. Ich hasse, hasse, hasse mich mit neuer Intensität. Meinen Charakter, mein Aussehen. Fett, häßlich, dumm. So unglaublich dumm. So faul. So fett. So...
Ist es ein Wunder, dass ich mir einbilde, das mein Freund mich betrügt? Einbilde? Vielleicht ist es so. Vielleicht nicht und ich bin ungerecht.
So oder so: was soll ich tun?
Mit wem kann ich reden? Wem kann ich sagen: ich hasse mich, ich bin häßlich, fett... Wem kann ich mich anvertrauen ohne mir danach diese schrecklichen Lügen anhören zu müssen, die alles nur schlimer machen. Ich kann doch sehen, was sie wirklich denken.
Ich kann nicht ausdrücken wie sehr ich mich hasse, wie wenig ich zustande bringe.
Ich habe heute geheult und gestern und morgen werde ich wahrscheinlich auch heulen.
Ich möchte mich stattdessen so sehr verletzen. Eine Konservendose ziehe ich tatsächlich wenigstens für einen Augenblick als geeignetes Mittel in Betracht.
Niemand ist da.
Niemand.
Ich bin allein.
Ich hasse die Einsamkeit in dieser Stadt.
Ich möchte weglaufen.
Oder sterben.
Es kümmert niemanden. Ein kleines, flackerndes Licht erlischt.
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Dienstag, 18. September 2007Wieder da... (wo niemand sein will)
arina, 20:33h
Neuerdings wieder gefangen in depressiver Phase. Kann mich zu nichts aufraffen, will den ganzen Tag nur im Bett liegen und essen (tue auch beides), bin ständig müde, hasse mich mit bisher unbekannter Intensität. Würde am liebsten von allem und allen weg. In irgendein einsames Haus, mitten in der schönsten Natur ohne Kontakt zur Außenwelt. Alleine sein, spazieren gehen, niemanden sehen müssen, nicht freundlich sein müssen oder gut aussehen. Fühle mich als müsste ich Ballast los werden. Spiele mit dem Gedanken Schluss zu machen (mit meinem Freund oder dem Leben oder am Besten mit breidem). Ich weiß aber, dass das nur ein Resultat dieser Phase ist. Oder hoffe es.
Fühle mich einsam, so als würde es eh keinen Unterschied machen, ob wir zusammen sind oder nicht, sehen uns eh nur selten und wenn, muss ich immer daran denken, dass wir uns bald wieder trennen müssen. Langweile ihn, da ich im Moment kein Leben habe, er langweilt mich, weil er klausurbedingt gerade auch keins hat, öden uns in Telefongesprächen an. Haben nicht zu erzählen.
Es ist nicht ein Mangel an Liebe. Aber er kann mich nicht verstehen und ich kann es ihm nicht erklären.
Dieses Gefühl baut eine Mauer zwischen uns. Er ist so weit weg von mir in diesen Augenblicken. Augenblicken in denen ich ihn bräuchte und doch nicht sehen will. Niemanden sehen will, alle hasse, am meisten mich selbst.
Diese Krankheit zerstörrt auch meine Beziehungen. Ich kann nicht aktiv sein und Freunde treffen oder etwas erreichen. Ich kann nicht einmal mehr die Vorstellung genießen mit ihm zu schlafen. Weil ich so unglaublich abstoßend bin.
Ich kann mit niemandem darüber sprechen.
All das macht mich so unglaublich müde.
Candy
Fühle mich einsam, so als würde es eh keinen Unterschied machen, ob wir zusammen sind oder nicht, sehen uns eh nur selten und wenn, muss ich immer daran denken, dass wir uns bald wieder trennen müssen. Langweile ihn, da ich im Moment kein Leben habe, er langweilt mich, weil er klausurbedingt gerade auch keins hat, öden uns in Telefongesprächen an. Haben nicht zu erzählen.
Es ist nicht ein Mangel an Liebe. Aber er kann mich nicht verstehen und ich kann es ihm nicht erklären.
Dieses Gefühl baut eine Mauer zwischen uns. Er ist so weit weg von mir in diesen Augenblicken. Augenblicken in denen ich ihn bräuchte und doch nicht sehen will. Niemanden sehen will, alle hasse, am meisten mich selbst.
Diese Krankheit zerstörrt auch meine Beziehungen. Ich kann nicht aktiv sein und Freunde treffen oder etwas erreichen. Ich kann nicht einmal mehr die Vorstellung genießen mit ihm zu schlafen. Weil ich so unglaublich abstoßend bin.
Ich kann mit niemandem darüber sprechen.
All das macht mich so unglaublich müde.
Candy
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